Das Bündnis Frauen und Queers-Streik Kassel hat auch zum diesjährigen feministischen Kampftag am 08. März wieder eine Demonstration in Kassel organisiert:
Beginn der Demonstration: 08.März um 14 Uhr
Start: Platz der 11 Frauen (Friedrich-Ebert-Straße) | Ende: Königsplatz
Am Anfang läuft 1. ein FLINTA* Block mit einer leeren Reihe für alle, die nicht (mehr) dabei sein können, 2. ein Soli-Block und 3. ein Familien/Ruhe-Block.
Für die finanzielle Unterstützung, dankt das Bündnis Frauen und Queers-Streik Kassel: AStA Universität Kassel, Betriebsgruppe GEW Universität Kassel, Die Linke Stadtverband Kassel, Die Grünen Kassel, DGB Nordhessen.
Feminismus heißt Widerstand. Wir kämpfen, wir streiken, wir leben
Auch 2026 fällt es nicht leicht, die Lage der Welt noch zu begreifen. Krisen spitzen sich allerorts zu – die Klimakatastrophe ist nicht mehr zu leugnen, patriarchaler Größenwahn und imperialistische Fantasien werden mit Militär und Geheimdiensten durchgesetzt, FLINTA* (Frauen, Lesben, inter, nichtbinäre, trans und agender Personen) werden Opfer von Vertreibung und systematischer sexualisierter Gewalt im Kontext von Krieg, religiösem Fanatismus und Terrorismus. Soziale Kälte macht sich breit, Armut wird nicht mehr bekämpft, arme Menschen werden verächtlich gemacht, queere Menschen werden angegriffen, weil sie queer sind, Frauen werden getötet, weil sie Frauen sind.
In diesem Chaos vertieft sich die patriarchale Herrschaft. Wir müssen nicht weit schauen, um die krassen Folgen dieser Herrschaft zu erkennen. Häusliche Gewalt, Femizide, transfeindliche Übergriffe, Verweigerung reproduktiver Rechte, die doppelte und dreifache Last aus Lohnarbeit, Pflege- und Erziehungsverantwortung, weniger Lohn, größeres Armutsrisiko, nicht ernst genommen werden, wenn man Schmerzen hat oder chronisch krank ist – Für viele FLINTA* ist dieser auf Dauer gestellte Ausnahmezustand der Normalzustand in einer sexistischen Welt.
Diesem Ausnahmezustand gilt unser feministischer Widerstand. Wir lassen uns nicht unterkriegen – Wir kämpfen, wir streiken, wir leben!
Am 08.März kommen wir zusammen – als Kampfansage. Wir kämpfen, wir streiken, wir leben! Wir ermutigen einander und wollen als feministische Bewegung wachsen und lernen. Wir schauen dabei auf all jene, die sich wehren, im Kleinen wie im Großen. Feminismus heißt Solidarität über Grenzen hinweg, Solidarität mit feministischen, emanzipatorischen Kämpfen, mit dem mutigem Widerstand von FLINTA*. Wir stehen in Solidarität zusammen und begreifen unsere unterschiedlichen Erfahrungen als Stärke. Wir kämpfen, wir streiken, wir leben! Wir stehen zusammen, wenn FLINTA* für ihre Befreiung, für ein besseres Leben und eine andere Gesellschaft kämpfen. Wir selbst gehen am 08.März auf die Straße, um für unsere Befreiung, ein besseres Leben, eine andere Gesellschaft zu kämpfen und für die Menschen einzustehen, die heute nicht (mehr) dabei sein können und dürfen: Wir kämpfen, wir streiken, wir leben!
Für einen mutigen, einen antifaschistischen, einen universellen Feminismus!
Feminismus heißt Widerstand.
Der Aufruf ist im Original und mehrsprachig auf der Website des Frauen und Queers-Streiks zu finden.