📢 Heute ist der internationale Tag zur Erinnerung an den Sklavenhandel und an seine Abschaffung. Die UNESCO wählte den 23. August als Gedenktag, weil in dieser Nacht im Jahr 1791 in der französischen Kolonie Saint-Domingue ein Sklavenaufstand begann. Daraus entstand die Haitianische Revolution - und schlussendlich Haiti, der erste unabhängige Staat in Mittel- und Südamerika und der erste, der von ehemals Versklavten gegründet wurde.
❗️ Der deutsche Sklavenhandel begann 1682 in Ghana und lief unter den gleichen unmenschlichen Bedingungen ab wie in anderen europäischen Staaten. Deutsche Fürstentümer und Kaufleute bereicherten sich durch den Verkauf von Gütern aus Zwangsarbeit und die Versklavung von über 30.000 Menschen in afrikanischen Ländern.
⛓️ Sklaverei bedeutet Entrechtung, Gewalt, Verschleppung und Ausbeutung. Offiziell ist sie weltweit abgeschafft – doch heute leben noch immer ca. 50 Millionen Menschen in sklavenähnlichen Verhältnissen. So produzieren viele große, auch deutsche, Unternehmen in China in direkter Nachbarschaft zu Lagern, in denen Uigur*innen gefoltert, zwangssterilisiert und zu Zwangsarbeit gezwungen werden. Firmen wie Volkswagen, BASF und Siemens bestreiten das - trotz Beweisen.
❌ Sklaverei ist also kein Phänomen, das endgültig in der Vergangenheit liegt. Noch immer gibt es Menschen, die in sklavenähnlichen Verhältnissen leben. Wir gedenken heute den betroffenen Personen und fordern: Schluss mit Ausbeutung! Es ist längst überfällig, dass wir Bedingungen schaffen, die Menschenrechte schützen!