đ” Spurensuche: Das leise âzippâ können wir in Hessen nur noch selten hören, oft fehlt die Stimme der Zippammer heute im Vogelchor. Im Winter zieht sie in tiefere Lagen und jetzt im MĂ€rz ist sie wieder da. Eigentlich wĂ€re sie jetzt wieder in gröĂeren Zahlen Hessen, doch die Zippammer ist steht auf der roten Liste der von Aussterben bedrohten Arten in Hessen.
đȘ¶ Die Zippammer ist 15 bis 16 cm groĂ. Mit ihrem markanten Kopfmuster und der Vorliebe fĂŒr sonnige HĂ€nge ist sie ein echter Hingucker â wenn man sie denn entdeckt. Denn die Zippammer lebt zurĂŒckgezogen in Weinbergen, SteinbrĂŒchen und felsigen Gebieten. Aktuell gibt es nur noch 180â230 Brutpaare in Deutschland â die meisten an steilen HĂ€ngen von Rhein, Mosel und Ahr, doch selbst dort sind die BestĂ€nde rĂŒcklĂ€ufig.
đȘș Jetzt im FrĂŒhling steht fĂŒr die Zippammer bei uns auch ihre Brutzeit an. Witterungsbedingt baut sie ihre Nester meistens im April. WĂ€hrend die ausgewachsenen Vögel sich sowohl von Samen als auch Insekten ernĂ€hren, werden Jungvögel ausschlieĂlich mit Insekten gefĂŒttert.
đŠâ⏠Doch der Lebensraum der Zippammer schwindet â und damit auch sie. Ursache hierfĂŒr sind hauptsĂ€chlich intensive Landwirtschaft, die AusrĂ€umung der Landwirtschaft, Flurbereinigung und Pestizide. Weinberge und Grenzertragsböden werden nicht mehr traditionell gepflegt. Monokulturen und Gift rauben der Zippammer die Nahrungsgrundlage. Und trockenere Sommer durch die Klimakrise machen nahezu allen Vögeln zu schaffen.