Untersuchungsausschuss Entlassungsaffäre Mansoori: Schulleiter sah bei Messari-Becker kein Fehlverhalten

Untersuchungsausschuss Entlassungsaffäre Mansoori: Schulleiter sah bei Messari-Becker kein Fehlverhalten

„Der Schulleiter sah in dem Verhalten der ehemaligen Staatssekretärin Messari-Becker bei einem Elterngespräch am 28. Juni 2024 mit ihr und ihrer Tochter kein Fehlverhalten seitens der Politikerin. In der Pressemitteilung von Wirtschaftsminister Mansoori hingegen, wurde als Entlassungsgrund für Messari-Becker am 21. Juli 2024 ein ‚nicht hinnehmbaren Fehlverhalten‘ angeführt.

Bei der achten Sitzung des Untersuchungsausschusses Entlassungsaffäre Mansoori betonte der Schulleiter, es tue ihm außerordentlich leid, was mit Frau Messari-Becker passiert sei. Er hätte der Mutter einer seiner Schülerinnen nie schaden wollen. Mit dem Wissen von heute würde er anders agieren. Anscheinend wurde der Pädagoge zwischen dem Kultusministerium, der Staatskanzlei und dem Wirtschaftsministerium zerrieben und politisch instrumentalisiert.  Nach seinen Aussagen wurden beispielsweise auch seine Worte in einer Gesprächsnotiz aus dem Wirtschaftsministerium falsch wiedergegeben.

Während einer Fortbildung hatte der Schulleiter einer Abteilungsleiterin des Kultusministeriums von dem Elterngespräch mit Messari-Becker mündlich berichtet, später wurde ein Sachstandbericht seitens des Kultusministeriums angefordert. Auch die Staatskanzlei wurde informiert. Nach der Entlassung Messari-Beckers verlangte das Wirtschaftsministerium angeblich mit Genehmigung des Kultusministeriums sogar eine dienstliche Erklärung seitens des Schulleiters – anscheinend um nachträglich belastendes Material für die Rechtfertigung der Entlassung der ehemaligen Staatssekretärin zu sammeln.

Minister Mansoori muss sich fragen, ob er den Anforderungen, die an einen Minister gestellt werden, gewachsen ist.“

-Vanessa Gronemann, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Landtagsfraktion und Mitglied im Untersuchungsausschuss Entlassungsaffäre Mansoori anlässlich der Sitzung des Untersuchungsausschusses am 28.03.2025