„Die Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik für 2025 zeigt, dass es insgesamt eine rückläufige Entwicklung der Straftaten gibt. Leider trifft das nicht auf den Bereich der häuslichen Gewalt zu: Hier ist die Zahl der Straftaten um rund 11 Prozent gestiegen. Mehr als 80 Prozent der Opfer sind Frauen. Darüber hinaus sind 9 Frauen im Jahr 2025 durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet worden, und 20 weitere Frauen wurden Opfer einer versuchten Tötung. Der staatliche Schutzauftrag für gewaltbetroffene Frauen muss noch ernster genommen werden. Wir müssen mehr Präventionsarbeit leisten und die Ursachen häuslicher Gewalt strukturell bekämpfen. Dazu beitragen können die regelmäßige Durchführung von Awareness-Kampagnen oder Programmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt, verpflichtende Täterarbeit sowie der flächendeckende Ausbau eines diskriminierungsfreien und kostenlosen Beratungs- und Hilfesystems.“
-Vanessa Gronemann, Sprecherin für Innenpolitik der GRÜNEN Landtagsfraktion, und stellvertretende Fraktionsvorsitzende