Heute ist der internationale Tag gegen Homo- Bi- inter*- und trans*-Feindlichkeit. Der #IDAHOBIT erinnert an den 17.5.1990, den tag an dem die WHO gleichgeschlechtliche Liebe endlich von ihrer Liste psychischer Krankheiten gestrichen hat. Erst 2018 strich sie auch Transgeschlechtlichkeit von dieser Liste.
Zum heutigen Zeitpunkt wird in 69 Staaten wird gleichgeschlechtliche Liebe strafrechtlich verfolgt, zum Teil steht sie unter Todesstrafe. Verfolgung, Ausgrenzung und Diskriminierung sind keine Phänomene von uns weit entfernter Länder. Auch in Europa arbeiten konservative und faschistische Parteien unaufhörlich daran ihre queerfeindlichen Ideologien gesetzlich festzuschreiben. In Polen wurde im vergangenen Jahr rund ein Drittel des Landes für queere Personen offiziell zur Gefahrenzone erklärt. Mit den sogenannten "LGBT Ideologie-freien Zonen" hat die Regierung Polen widerlich eindrücklich gezeigt dass sie ausgewählten Bürger*innen volle Menschenrechte zugestehen. Auf dem Bild zu sehen sind Karin Müller, MdL und ich wie wir eine Prideflag halten nachdem wir im Landtag als Reaktion auf die Menschenfeindlichkeit in Polen auch Hessen zur LGBTQIA+ Freedom Zone erklärt haben.
Um uns und andere in der aktuellen Pandemie bestmöglich zu schützen, können wir heute zum #IDAHOBIT21 nicht zusammen kommen. Falls ihr stattdessen Interesse an einer spannenden Onlineveranstaltung habt: das wunderbare Regenbogen-Netzwerk Kassel organisiert heute online einen Workshop zu internalisiertet Queerfeindlichkeit und Empowermentstrategien. Und vielleicht können wir uns im Spätsommer zum CSD Kassel wieder in Präsenz treffen.
Die Mehrheit queerer Personen gibt in Studien an, dass sie aus Angst vor queerfeindlicher Gewalt mit ihrerm Partnerin auf offener Straße nicht als Paar erkennbar auftreten. Noch immer stehen trans* Personen vor einem bürokratischen Berg und zum Teil entwürdigenden Prozeduren, um ihr tatsächliches Geschlecht eintragen zu können. Outings sind immer noch ein Ding. Und trotz Ehe für alle werden Regenbogenfamilien rechtlich immer noch diskriminiert. Einige Schritte in Richtung Antidiskriminierung ist unsere Gesellschaft schon gegangen, viele müssen noch gegangen werden. Unsere gemeinsamen Kämpfe gehen weiter. ✊🏽🏳️🌈