Ideologischer Kahlschlag zum Schuljahr 2026/2027: CDU und SPD planen drastische Stellenkürzungen an Schulen im Landkreis und in der Stadt Kassel.
Die Landesregierung aus CDU und SPD plant zum kommenden Schuljahr drastische Stellenkürzungen an Hessens Schulen, die den Schulamtsbezirk Kassel erheblich treffen werden: Nach Schätzungen der GRÜNEN Landtagsfraktion werden hier allein über Kürzungen im Sozialindex mindestens 24 Lehrkräftestellen wegfallen. Hessenweit werden 300 Stellen aus dem Stellenpool des Sozialindexes gestrichen – das sind fast 50 Prozent aller hier zur Verfügung stehenden Stellen. Aus dem Sozialindex erhalten Schulen, die aufgrund einer extrem heterogenen Schülerschaft besonders herausgefordert sind, zusätzliche Ressourcen – insbesondere integrierte und kooperative Gesamtschulen sowie Grundschulen profitieren hiervon. Mit den Lehrkräftestellen können z.B. ergänzende Förderkurse finanziert werden. Zusätzlich planen CDU und SPD, hessenweit etwa 90 Stellen nur an integrierten Gesamtschulen und 40 Millionen Euro bei den Deutschförderkursen für geflüchtete Schüler*innen zu streichen. Insgesamt handelt es sich um Kürzungen in einer Größenordnung von ca. 70 Millionen Euro.
Der GRÜNE Landtagsabgeordnete für den Landkreis Kassel Sascha Meier, Mitglied im Haushaltsausschuss zeigt sich angesichts der Kürzungspläne der schwarz-roten Landesregierung entsetzt: „In ihrem Koalitionsvertrag haben CDU und SPD noch angekündigt, mehr Lehrerstellen an Hessens Schulen schaffen zu wollen. Jetzt setzt die Landesregierung für das kommende Schuljahr zum ideologischen Kahlschlag gegen Bildungsgerechtigkeit an.“
Die GRÜNE Landtagsabgeordnete aus Kassel Vanessa Gronemann und Stellvertretende Fraktionsvorsitzende im hessischen Landtag führt weiter aus: „Die Handschrift dieser Kürzungen ist eindeutig – die CDU nutzt den „Konsolidierungsprozess“ der Landesregierung, um das zu streichen, was ihr immer schon ein Dorn im Auge war. Und die SPD trägt diese Kürzungen am einstigen bildungspolitischen Markenkern der eigenen Partei sehenden Auges mit. Leidtragende sind vor allem die Schulen und Schüler*innen, die es ohnehin besonders schwer haben. Wir GRÜNEN im hessischen Landtag fordern die Landesregierung auf, diese Kürzungen bei der Bildung vollständig zurückzunehmen. Noch ist der Haushaltsplan für 2026 nicht verabschiedet – noch ist es nicht zu spät.“